Im Zuge meines Biologie Studiums habe ich die Mikroskopie lieben gelernt, hier werde ich euch einige meiner schönsten Aufnahmen und die Geschichten dahinter zeigen. Es handelt sich dabei meistens um größere Querschnitte von Pflanzengeweben, bei denen ich mithilfe von Fotostacking, große Bilder erstellt habe.

Dies ist ein Querschnitt durch eine relativ Dicke Nadel der Japanischen Schirmtanne „Sciadopitys verticillata“. Hier sehr schön zu sehen ist eine klassische Strategie der Anpassung an Trockenheit, Oberfläche reduzieren. Außerdem kann man sehr deutlich die helle weiße Wachsschicht auf der Außenseite sehen und die Spaltöffnungen für den Gasaustausch, liegen eingesenkt in der Höhle am unteren Ende.
Ein sogenannter Tangentialschnitt, also längs senkrecht durchs Blatt eines Algenfarns „Azolla filiculoides“. Dadurch das die Blätter des Farns extrem klein, nur wenige mm, sind war dieser Schnitt eine wirklich große Herausforderung. Wichtig ist dünner zu schneiden als das Blatt hoch ist, damit sich der Schnitt auf dem Objektträger richtig legt. Zwar ist mir die einzellige „Höhle“ am unteren Ende kaputt gegangen, aber trotzdem kann man den Aufbau des Blattes relativ gut sehen. Dieser Schwimmfarn geht eine interessante Symbiose mit Cyanobakterien ein, die ihm Stickstoff aus der Luft speichern können, und somit eigenen Dünger produzieren. Man erkennt sehr gut die andere Farben und kleineren Zellen der Bakterien unten. Hier gehts zum passenden Blogbeitrag.


Eine Aufsicht auf die spezialisierten Blattzellen eines Torfmooses „Sphagnum spec.“. Die hellen Flächen sind große tote Zellen, die dafür da sind Wasser schnell aufzunehmen und zu speichern. Mehr Infos über die faszinierende Lebensweise des Torfmooses findest du hier.
Dies ist ein Querschnitt durch die Nadel der Biegsamen Kiefer „Pinus flexillis“. Hier fand ich die besondere dreieckige Form des Blattes sehr interessant. Die mehrschichtige Epidermis (äußere weiße Zellen) und die dicke Wachsschicht auf der Außenseite zeugen von einer guten Anpassung an trockene Standorte. Oben kann man außerdem gut zwei Harzkanäle sehen.


Ein sehr großer Querschnitt durch das Blatt des Rosmarins „Rosmarinus officinalis“. Hier liegt die Schwierigkeit darin beim ganzen Querschnitt die selbe dicke hinzubekommen. Da es nicht ganz geklappt hat sieht man links und rechts unten ein paar dunklere Flächen, dort wo es eben dicker ist. Beim Rosmarin kann man wieder eine sehr starke Anpassung an Trockenheit erkennen. Vor allem die eingekrümmte Form, um die Unterseite und damit die Spaltöffnungen für den Gasaustausch vor Wind zu schützen. Mehr über den Rosmarin und auch über den Querschnitt kannst du hier lesen.
